Eine multiperspektivische Studie zu den Deutschförderklassen


Der Erwerb der Unterrichts- und Bildungssprache Deutsch stellt für Schüler*innen mit Migrations- und Fluchthintergrund die Grundlage für eine aktive Teilhabe an Bildungsprozessen dar. Etwa ein Viertel der 15-jährigen Schüler*innen in Mitgliedsländern der OECD und EU sind in anderen Ländern geboren oder haben zumindest einen Elternteil mit anderem Geburtsland (OECD, 2018).

In Österreich wurde im Schuljahr 2018/19 das Sprachfördermodell der Deutschförderklassen (DFK) eingeführt. Das Modell sieht eine separate Beschulung von Kindern mit sogenannten ungenügenden Deutschkenntnissen in Deutschförderklassen (15-20 Stunden pro Woche) oder Deutschförderkursen (6 Stunden pro Woche) vor. Die Einführung der Deutschförderklassen wurde vielfach kritisiert, da dieses Modell evidenzbasierten Erkenntnissen zur Förderung der Sprachentwicklung widerspricht, soziale Ausgrenzung begünstigt und innerhalb der Schulen schwer zu organisieren ist. Darüber hinaus wurden die Deutschförderklassen ohne vorhergehende Pilotphase und ohne Evaluierung ihrer Wirksamkeit implementiert.

 

Eine multiperspektivische Studie zu den Deutschförderklassen ist das erste groß angelegte Forschungsprojekt, das Deutschförderklassen in Österreich untersucht und damit ein politisch und gesellschaftlich relevantes Thema aufgreift.

Mehr Information zum Deutschfördermodell in Österreich

BMBWF: Deutschförderklassen und Deutschförderkurse in Österreich

 

Deutschförderklassen und Deutschförderkurse. Leitfaden für Schulleiterinnen und Schulleiter (PDF)